Intervallfasten Erfahrung
Abnehmen, Erfahrung, Gesundheit, Gewichtsabnahme, Intervallfasten

3 Monate Intervallfasten – Meine Erfahrung

Ich möchte dir von meinen ersten Erfahrungen mit Intervallfasten berichten. Seit 3 Monaten lebe ich meinen Intervallfasten Lifestyle. Was hat sich für mich verändert? Werde ich mit dem intermittierenden Fasten weitermachen?

Meine Erfahrungen sollen dich motivieren, über deinen Intervallfasten Lifestyle nachzudenken. Oft hilft es, über die Erfahrung Anderer zu lesen. Das nimmt dir die Angst etwas Neues zu probieren.

Wie habe ich mit intermittierendem Fasten begonnen? Habe ich Gewicht verloren? Und kann ich während dem Fasten Sport machen?

Diese Fragen werde ich dir beantworten.

Meine Intervallfasten-Erfahrung

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Als Neujahresvorsatz für 2018 habe ich mir vorgenommen, jede Woche einen vollen Tag auf Nahrung zu verzichten. Für die ersten drei Monate. Ohne es wirklich zu wissen, hat meine Intervallfasten Lifestyle mit 6/1 begonnen.

Eigentlich waren die Fastentage weniger schlimm als ich befürchtet habe. An Fastentagen habe ich viel Kaffee, Tee und Coke Zero getrunken. Coke Zero gibt es jetzt allerdings nicht mehr in meinem Fastenfenster!

Was mich allerdings gestört hat, war das Abendessen mit meiner Familie an den Fastentagen. Ich saß mit am Tisch ohne zu essen. Hunger war nicht das Problem. Eher, nicht wirklich am Essen teilzunehmen.

Nach einigen Wochen hat mich ein Business-Trip aus dem Rhythmus gebracht. Danach konnte ich mich nicht mehr für 6/1 motivieren. Aber von den Vorteilen des Intervallfastens war ich zu diesem Zeitpunkt überzeugt. Ich hatte viel zu intermittierendem Fasten gelesen und Podcasts gehört. Ich wollte auf jeden Fall weitermachen.

Also dachte ich mir: Frühstück habe ich noch nie gemocht. Eigentlich hat es mich immer hungriger gemacht. Ohne Vormittagssnack konnte ich es nicht bis zum Mittagessen schaffen. Lass es doch einfach weg. Gesagt, getan. Die 16:8 Methode schien genau das Richtige für mich zu sein.

Jetzt, drei Monate später kann ich sagen: Ich gehe nie mehr zurück!

Ich fühle mich sehr wohl in meinem Körper. Gewicht konnte ich verlieren und einige Entzündungen in den Griff bekommen.

Mit der Auslegung meines Fastenfensters bin ich nicht sehr strikt. Geplant hatte ich 16:8. Aktuell lebe ich aber eher eine 17:7 oder 17,5:6,5 Methode. Das passt einfach viel besser zu meinem Leben. In meiner Mittagspause gehe ich oft ins Fitnessstudio. Bevor ich das Fasten brechen. Mit dem Abendessen beschließe ich mein Essensfenster.

An Wochenenden faste ich auch mal nur 12 Stunden. Wenn ich mit meiner Familie frühstücken möchte, dann mache ich das einfach.

Gewichtsabnahme

Das Intervallfasten habe ich begonnen um Gewicht zu verlieren. Über die gesundheitlichen Vorteile habe ich erst später gelernt.

Seit Anfang 2017 tracke ich mein Gewicht in einer App. Um mein Fastenfenster in der 16:8 Methode zu tracken, habe ich mir eine Fastenapp runtergeladen.

Beide Apps nutze ich eigentlich jeden Tag. Für mich sind das interessante Daten, die ich auswerten kann.

In der Graphik erkennst du die Fastenstunden als Balkendiagramme. Sie variieren zwischen 12 Stunden und 24 Stunden. Merke: Die App exportiert nur ganze Stunden. 17:55h werden in meinem Diagram als 17 Stunden dargestellt.

Die roten Linien ist mein Gewicht an den jeweiligen Tagen. Ich habe leider nicht von allen Tagen Daten zum Gewicht. Dann habe ich das Gewicht vom Vortag übernommen.

Gestartet habe ich meinen Intervallfasten Lifestyle am 7.2.2018 mit 84,4 kg. Nach drei Monaten intermittierendem Fasten habe ich am 3.5.2018 genau 78,6 kg gewogen.

In drei Monaten ein Minus von 5,8 kg. Das Intervallfasten so gut funktioniert hätte ich wirklich nicht erwartet.
Dazu muss ich gestehen, dass meine Ernährung nicht sonderlich gut ist. Von Keto/Paleo oder auch nur Zuckerfrei bin ich aktuell sehr weit entfernt. Wenn ich mich endlich wieder gesünder ernähre, sollte die Gewichtsabnahme noch beschleunigt werden.

Geistige Klarheit

Geistige Klarheit ist für einige DER Grund für Intervallfasten. Seit ich auf Frühstück verzichte ist es mir selber aufgefallen. Ohne Nahrung und in einem gefasteten Zustand funktioniert mein Gehirn einfach viel besser.

Sobald ich etwas esse, meistens mittags, merke ich, wie meine geistige Belastbarkeit nachlässt. Die Mechanismen im Körper greifen sofort. Das Blut aus meinem Gehirn wird vermutlich für die Verdauung benötigt. Dazu ein Anstieg von Blutzucker- und Insulinspiegel. Und bumm. Ich brauche eigentlich ein Schläfchen nach dem Essen.

Habe ich einen wichtigen Termin für den ich geistig top-fit sein muss, mache ich mir das zu Nutze. Ich verzichte komplett auf Nahrung bis der Termin vorbei ist. Ist der Termin erst nachmittags, trinke ich zum Mittagessen einen Kaffee. Mein Fastenfenster ist dann auch mal 20 oder 24 Stunden lang.

Das habe ich bereits für einige Vorträge auf Konferenzen gemacht. Für mich hat das sehr gut funktioniert. Der Hunger war nicht größer als sonst. Mein Gehirn hat in Höchstform gearbeitet.

Sport und Fitness

Ich habe immer Sport gemacht. Deswegen habe ich mich auch gefragt, wie Intervallfasten meine Leistung beim Sport beeinflusst. Dir wird immer gesagt: Vor dem Sport essen. Sonst bekommst du einen Hungerast.

Und das stimmt bei mir auch. Als ich normal gegessen habe. Ich musste vor dem Sport immer noch etwas essen. Ein Brot, Banane oder Eiweisriegel. Sonst konnte ich 45 Minuten im Fitnessstudio nicht überstehen.

Beim Intervallfasten wird empfohlen am Ende deiner Fastenzeit Sport zu treiben. Das kann nicht gut gehen habe ich mir gedacht. Aber warum nicht ausprobieren? Also bin ich nach 16 Stunden Fasten ins Fitness gegangen. Und habe schwere Gewichte gehoben. Was soll ich sagen… Kein Hunger. Volle Energie und Kraft die ganze Zeit. Das ist ein Gefühl, dass ich vorher gar nicht kannte.

Innerhalb der letzten 3 Monate konnte ich alle meine Gewichte im Fitnessstudio deutlich steigern.

Seitdem versuche ich alle meine sportlichen Aktivitäten in mein Fastenfenster zu legen. Am liebsten am Ende der Fastenzeit. Zu dieser Zeit hast du das höchste Level an menschlichem Wachstumshormon in deinem Körper.

Auch längere Mountainbike-Touren habe ich zum Ende meines Fastenfensters gemacht. Ich hatte den perfekten Vergleich. Eine Woche früher, mit Frühstück und Snack. Ich bin fast vom Fahrrad gefallen vor Erschöpfung.

In der nächsten Woche. Kein Frühstück, kein Snack. Gleiche Strecke. Eine Wohltat. Kein unbändiger Hungeranfall auf halbem Weg. Die Performance war auch besser und nach der Tour war ich viel weniger erschöpft.

Körperliches Wohlbefinden

In den Intervallfasten Facebookgruppen berichten viele, dass sie sich nicht mehr so aufgebläht fühlen. Mir geht es genauso. Durch das Fasten gebe ich meinem Darm und Verdauungstrakt eine Auszeit. Er kann sich erholen und reinigen.

Dadurch fühle ich mich frischer und wohler.

Meine großen Hungerattacken sind weg. Früher hatte ich gefrühstückt. Lange hat es nicht angehalten. Vormittags hatte ich richtig Hunger. Ich musste etwas essen, oder ich wäre umgekippt. So hat es sich zumindest angefühlt.

Das gibt es nicht mehr. Mein Blutzucker- und Insulinspiegel sind auf einem viel ausgewogeneren Level. Große unkoordinierte Hungeranfälle habe ich während dem Intervallfasten nicht erlebt.

Entzündungen

Gesundheitliche Benefits sind der Grund, warum ich bei Intervallfasten bleiben werde. Auch, wenn ich mein Zielgewicht erreicht habe.

Seit dem Winter 2015/16 habe ich Probleme mit meinen Augen. Bisher konnte mir kein Arzt wirklich helfen. Sobald die Augen ein wenig gereizt werden, entzünden sie sich und schmerzen. Teilweise sehr lange. Bis zu 4 Monaten an Stück hatte ich schon Probleme.

Diese Probleme haben sich in den letzten 3 Monaten sehr verbessert. Natürlich kann ich nicht sagen, dass es nur am Intervallfasten liegt. Vielleicht achte ich auch einfach besser auf meine Augen und vermeide Probleme.

Aber ich bin davon überzeugt, dass intermittierendes Fasten positiv dazu beigetragen hat.

Lifestyle nicht Diät

Ein Aspekt von dem ich beim intermittierenden Fasten sehr positiv überrascht bin. Es ist keine Diät. Und fühlt sich richtig gut an.

Dieser Lifestyle ist für mich absolut effortless. Er schränkt mein Leben nicht ein. Niemand sagt mir, was ich essen darf und wie viel. Mein Essens- und Fastenfenster kann ich selber bestimmen.

Und passt Fasten einmal nicht in meinen Tag, dann lasse ich es ausfallen. Am nächsten Tag mache ich einfach weiter wie gewohnt. Das ist etwas, das für mich bei einer Diät nicht funktioniert hat. Habe ich ein Mal den Diätplan nicht eingehalten, war es vorbei.

Du lebst deinen Intervallfasten Lifestyle nicht wie eine Diät. Es ist nicht so strikt. Und du kannst alle Lebensmittel weiter essen, wie du möchtest. Das Wichtigste ist, dass intermittierendes Fasten in dein Leben und zu dir passt. Eine Diät macht das nicht. Eine Diät schreibt dir vor, was du zu tun und zu essen hast.

Intervallfasten hat mich von diesen Diätzwängen befreit. Jetzt befreie dich von den Zwängen deiner Diät!

Was sind deine Erfahrungen mit Intervallfasten? Über welche Erfahrungen und Auswirkungen des intermittierenden Fastens möchtest du gerne mehr erfahren?

Habe ich dein Interesse für Intervallfasten geweckt? Erfahre mehr und wichtige Tipps für deinen Start in dein Intervallfasten Lifestyle in meinem kostenlosen E-Book Intervallfasten – Anfänger Guide. Klicke hier um es zu erhalten!


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15 Gedanken zu „3 Monate Intervallfasten – Meine Erfahrung“

  1. Hallo Peter
    ich habe beschlossen jetzt auch mit 16:8 anzufangen.
    Meine Frag ist kann ich in diesen 16 Stunden auch Wasser mit frischem Zitronensaft / Ingwer trinken.??

    Da ich bereits schon gelesen habe das es in der Phase (16) nicht erlaubt ist. ! Es würde alle negativ beeinflussen.

    Kannst du mir evlt. dazu was sagen???
    oder ist wirklich nur Wasser / Tee und schwarzen Kaffee erlaubt.
    Danke dir schon mal –
    und PS – tolle Seite von Dir. Danke
    Gruß
    Biene

    1. Hi Biene,

      sorry, dass ich mich jetzt erst melde! Die letzten Monate waren ein wenig chaotisch.
      Schön, dass dir die Seite gefällt.

      Zitronensaft und Ingwer sind für mich eine Grauzone. Ich kann dir weder sagen, dass es fuer dich erlaubt ist, noch, dass es das nicht ist.
      Die eigentliche Frage ist für mich: Hat der Zitronensaft oder Ingwer einen Einfluss auf deinen Insulinspiegel. Falls ja, solltest du es auf jeden Fall vermeiden.

      Probiere einfach ein paar Wochen (3-4) ohne Zitronensaft oder Ingwer im Wasser auszukommen. Wenn du dann wieder etwas zu deinem Wasser hinzufügst, wirst du merken, ob du dich anders fühlst.
      Evtl. bekommst du 30-50 Minuten nach dem Zitronenwasser Hunger. Oder ähnliches. Das wäre ein Zeichen, dass es einen Einfluss auf deinen Körper hat und du darauf verzichten solltest.

      Ich persönlich verzichte darauf, da ich nicht weiß, ob es einen Einfluss auf meinen Körper hat. Für mich soll Intervallfasten so unkompliziert wie möglich sein. Also: Wasser, Tee, Kaffee.

      Viele Grüße

      Peter

    1. Hi Sarah,

      freut mich, dass dir der Text gefallen hat. 🙂

      Ich verwende zwei Apps.
      Gewicht: MyFitnessPal
      Fastenzeit: Zero

      Ich hatte mein Gewicht mit MyFitnessPal schon getracket, bevor ich mit dem Intervallfasten begonnen habe. Deswegen zwei Apps.
      Aber es gibt auch bestimmt Apps, die beides in einem haben.

      1. Hallo Peter.

        Vielen Dank, für die schnelle Antwort.

        Habe auch einige gefunden, war aber nicht wirklich das richtige dabei.
        Dann schaue ich mir deine mal an 🙂

        Liebe Grüße

        1. Hi Sarah,

          so ganz zufrieden bin ich nicht mit meinen beiden Apps.
          Eine gute für alles wäre auch super.

          Falls du eine gute findest, die dir gefällt, sag Bescheid! Dann probiere ich die auch mal aus! 🙂

      2. Hallo
        Ich bin Typ 1 Diabetikerin mit einer Insulinpumpe
        Und habe vor ca drei Wochen angefangen mit 16:8
        Manchmal auch 14/10 je nach dem
        Wobei ich in den 10 Stunden nicht unbedingt mehr Esse sondern einfach ein späteres Abendessen mit meiner Familie einnehme

        Ich habe damit angefang um Gewicht zu verlieren
        16 cm /88kg
        Nicht sehr schön
        Aber es geht nicht so richtig bergab
        Ja natürlich braucht es Zeit aber wann darf ich wohl einen Erfolg „feiern“?

        Grüße Melanie

        1. Hi Melanie,

          ich verstehe, dass du gerne schnell Erfolg sehen willst. Aber manchmal dauert es einfach ein bisschen länger bis sich der Körper umgestellt hat.

          Ab und zu die Fastenzeit zu verkürzen ist sicherlich kein Problem!

          Wichtig ist aber auch, was du in deinen Fastenphasen alles zu dir nimmst. Bei mir gibt es nur schwarzen Kaffee, grünen Tee und Wasser.

          Ich hoffe, dass hilft dir und du bleibst weiter dran!

          Viele Grüße

          Peter

  2. Ist es möglich die Fastenzeiten zu variieren? Z.B.: Montag bis Freitag von 6 – 14 Uhr zu essen und Samstag und Sonntag von 10 – 18 Uhr zu essen. Ich weiß nämlich nicht ob man da strikt immer gleich pausieren muss.
    Danke für eine Antwort und liebe Grüße

    Danny

    1. Hi Danny,

      ja, das ist auf jeden Fall möglich. In den letzten 10 Tagen hatte ich quasi jeden Tag ein anderes Fenster. Mal nur 14h, mal 23h.

      Bei mir ist es auch meistens so, dass meine Fastenfenster unter der Woche sehr ähnlich sind. Am Wochenende nehme ich es nicht so genau und genieße die Zeit mit meiner Familie.

      Ich hoffe, dass hilft dir ein bisschen.

      Viele Grüße

      Peter

      1. Vielen Dank für Deine Hilfe. Ich habe erst diese Woche angefangen, und weiß noch nicht Sonnenaufgang wie es laufen soll.
        Lg
        Danny

  3. Hallo Peter, danke für deinen umfassenden Bericht. Ich bin auch ein absoluter Intervallfasten-Fan! Seit ich faste, geht’s mir in vielerlei Hinsicht so viel besser. Ich fühle mich gesünder, fitter, hab weniger Hunger und und und… Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich nebenher auch eine App verwende, um meine Ernährung weiterhin unter Kontrolle zu behalten. Allerdings nutze ich YAZIO (https://www.yazio.com/de/kalorienzaehler). Damit bin ich wirklich total zufrieden, weil man eben nicht nur sein Essverhalten dokumentieren kann, sondern gleichzeitig noch das IF Feature nutzen kann. Dann sagt einem die App genau, wann man essen und wann man fasten sollte. Sehr spannend und cool gemacht (und eine App für alles, man braucht nicht mehrere)! Kann ich nur empfehlen. Ich konnte mit dem IF so schon -12kg abnehmen. Ich möchte noch weitere 8 verlieren und dann geht’s ans Halten :))

    1. Hi Ulli,

      danke für deine Erfahrungen und den Tipp mit YAZIO.
      Und gratulation zu -12kg! Weiter so!

      Ich habe schon öfter gehört, dass Leute mit Kalorien-Apps gute Erfahrungen gemacht haben. Vermutlich bin ich nur einfach viel zu faul dafür. 🙂
      Ich verlasse mich einfach auf IF: 🙂

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