Intervallfasten Interview
Abnehmen, Erfahrung, Gesundheit, Intervallfasten

Interview mit Heiko von „Intervallfasten ~ 5:2 ~ 16:8 ~ Fast Diet“

Ich möchte so viel lernen wie möglich. Deswegen spreche ich gerne mit Leuten, die mehr Erfahrung haben als ich.

Heute habe ich Heiko eingeladen. Heiko beschäftigt sich viel mit Ernährung und lebt seit einigen Jahren seinen Intervallfasten Lifestyle.

Nebenbei hat er eine Facebook-Gruppe „Intervallfasten ~ 5:2 ~ 16:8 ~ Fast Diet“ rund ums Thema intermittierendes Fasten. Auch ich bin Mitglied in dieser Gruppe.

Ich freue mich sehr, dass sich Heiko die Zeit für dieses Interview genommen hat und seine Erfahrung teilt!

Interview mit Heiko

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Hi Heiko, stell dich doch bitte kurz vor.

Hallo Peter! Vielen Dank für die Einladung.
Ich bin Heiko, ein ganz durchschnittlicher Typ im guten mittleren Alter. Immer offen für ungewöhnliche Experimente und u.a. interessiert an Themen rund um Ernährung und Gesundheit.

Was gibt es sonst noch zu mir zu sagen? Ich bin seit gut 20 Jahren Vegetarier mit Hang zu veganer Ernährung, interessiere mich für Themen wie Minimalismus und Zero Waste, bin politisch interessiert, treibe recht viel Sport und erprobe seit Kurzem das durchgängige Barfußlaufen. 🙂

Warum hast du mit dem Intervallfasten begonnen?

Der primäre Sinn und Zweck bestand in der Gewichtsabnahme.

Ich hatte sicher schon gut zwei Jahrzehnte lang mit eiserner Disziplin und diversen Diäten mit meinem Gewicht gekämpft und mich mit dem aktuellen Gewicht arrangiert. Jahrelang pendelte ich um ein bestimmtes Gewicht, das ich nie nachhaltig unterschreiten konnte. Zufrieden war ich dennoch da ich immerhin von meinem früheren Maximalgewicht bereits 15 kg reduzieren konnte, aber normalgewichtig war ich nie.

Auf das Thema Intervallfasten bin ich zufällig gestoßen als ich beim Frühstück die BBC-Dokumentation „Eat, Fast and Live Longer“ mit Michael Mosley gesehen habe. Hier kam ich dann auch zum ersten Mal mit dem Begriff der Autophagie in Berührung und ich war sehr fasziniert von den immensen positiven Effekten, die das Intervallfasten haben soll.

Das hat mich derart inspiriert und motiviert das ich schon einen Tag später probiert habe, ob ich überhaupt Hungern kann und siehe da, ich konnte auf Anhieb gut 36 Stunden lang auf Nahrung verzichten. Das war der Startschuß für das Intervallfasten bei mir.

Welcher Form des Intervallfastens folgst du? Und wie strikt bist du dabei?

Die Gewichtsreduktion erfolgte bei mir ausschließlich über das 5:2-Protokoll. Das halte ich nach wie vor für die sinnvollste Variante, wenn es um Gewichtsabnahme geht. Das habe ich ziemlich genau ein Jahr lang ununterbrochen befolgt und damit gut 15 kg Gewicht verloren. Danach bin ich auf 6:1 gewechselt, um das Gewicht dauerhaft zu halten.

Später bin ich dann bei 16:8 gelandet, was ich bis heute versuche umzusetzen. Allerdings schaffe ich das nicht sehr oft, was auch mit meinen beiden Sportarten, Laufen und Bouldern, zusammenhängt und mit dem teilweise sehr frühen Aufstehen. Realistischerweise bin ich heute eher bei 14:10, was aber auch völlig in Ordnung ist.

Was ist die größte Veränderung, die du mit Intervallfasten erlebt hast?

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass man auch mit sehr wenig Nahrung sehr leistungsfähig sein kann und zwar mental wie physisch. An den Fastentagen war ich in aller Regel mindestens so leistungsfähig wie an den übrigen Tagen. Ich habe sogar längere Läufe absolviert, ohne dass ich hier Probleme oder Leistungseinbussen hatte.

Aktuell ist es so, dass ich – aufgrund der Sommerhitze – bereits früh morgens laufe und auch bei diesem Nüchterntraining (Training vor dem Frühstück) bemerke ich keinerlei Schwäche.

Welches waren deine größten Schwierigkeiten/Sorgen als du mit intermittierendem Fasten begonnen hast?

Sorgen hatte ich gar nicht. Ich habe keine gesundheitlichen Probleme und kenne mich recht gut aus mit Ernährung und auch medizinischen Themen. Insofern hatte ich nie Ängste, mir mit dem Intervallfasten Schäden zuzufügen.

Schwierigkeiten gibt es bei derart gravierenden Änderungen des Lebensstils ja immer. Das Intervallfasten ist kein Selbstläufer. Man sollte das diszipliniert angehen. Typische Probleme sind aufkommende Hungergefühle, die teilweise auch größere Übelkeit und Schmerzen hervorrufen können. Das ist normal, geht aber nach gut 15 Minuten weg. Wenn man das weiß, kann man gut damit umgehen, zumal ein Schluck Wasser oft schon für Linderung sorgt.

Welche Erfolge hast du mit Intervallfasten erreicht?

Ich habe in der Spitze knapp 16 kg an Gewicht abgebaut und liege jetzt noch bei minus 11 kg. Allerdings ist die reine Gewichtsabnahme eher sekundär, denn für mich ist deutlich wichtiger und positiver zu werten, dass meine Muskelmasse deutlich zugenommen und die Fettmasse abgenommen hat. Also habe ich nicht „nur“ an Gewicht verloren, sondern zugleich die Zusammensetzung des Körpers deutlich optimiert und dabei auch das ungesunde viszerale Fett („Bauchfett“) stark reduziert.

Seit wann hast du deine IF Facebook Gruppe? Und was macht dir am meisten Spaß dabei?

Gestartet bin ich damit nur wenige Wochen nachdem ich selbst mit dem Intervallfasten begonnen habe. Eine sehr lange Zeit war ich dort mehr oder weniger alleine, denn das Thema war in Deutschland weitgehend unbekannt, während es in den USA und eben auch Großbritannien schon fast ein Hype wurde. Als es bei uns publik wurde, kamen auch vermehrt Menschen in meine Gruppe, die heute über 5.000 Mitglieder hat.

Am meisten freut mich, wie sich hier Menschen gegenseitig unterstützen und Hilfestellungen geben und so gemeinsam ihre Ziele verwirklichen. Da ist viel an positiver Energie zu spüren, was man in Facebook-Gruppen nicht unbedingt immer erwarten kann. Störungen oder gar Streit gibt es praktisch gar nicht.

Zum Schluss. Was ist dein bester Tipp für IF Anfänger?

Wenn der eine Tipp gefragt ist, kann ich immer wieder nur sagen: Was man nicht im Haus hat, kann man auch nicht essen! Das bedeutet das man penibel darauf achten sollte nur das einzukaufen, was man für das Intervallfasten benötigt und all die süßen Versuchungen oder fettig-salzigen Knabbereien wirklich links liegen lassen sollte.

Die Erfahrung zeigt einfach, dass bei den unweigerlich aufkommenden Hungerattacken keine Chipstüte und keine Schokolade sicher ist und damit macht man sich ja nicht nur das Intervallfasten kaputt, sondern es schwächt den Willen und sorgt für ein schlechtes Gewissen.

Einen zweiten Tipp erlaube ich mir aber noch, weil es mir sehr wichtig erscheint. Dieser Tipp hat auch nichts direkt mit Intervallfasten zu tun, ist aber ebenso wichtig: Bewegung.

Nichts ergänzt und unterstützt das Intervallfasten so sehr wie regelmäßige Bewegung. Nicht umsonst lautet ein gängiges Motto „use it or lose it“. Wer seine Muskeln nicht benutzt, der baut sie langfristig ab und das wirkt sich sehr negativ auf den gesamten Körper aus.

Zu Beginn genügen ja einfache Spaziergänge. Später, wenn man mehr Gewicht verliert und Bewegungen zunehmend leichter fallen, sollte man sich eine Sportart wählen, die Spaß macht und dauerhaft betrieben werden kann. Das führt zu einer stärkeren Gewichtsabnahme und sorgt auch für den beschleunigten Abbau von Fett und Aufbau von Muskeln.

Heiko, vielen Dank für das Gespräch und dass du deine Erfahrung mit uns teilst!

Welche Fragen hast du an Heiko? Bist du auch Mitglied in Heiko’s Facebook Gruppe?




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